Über Gnadenhof Melief e.V.

Im Juni 2003 haben Marc Winters und Lothar Vermeulen, nach vielen Jahren mit immer einer immer stärker wachsenden Anzahl zu pflegender Tiere, die Stiftung Melief in Rockanje, an der Küste bei Rotterdam, gegründet.

Melief war eine Ziege, die sich trotz ihres sehr verwahrlosten Zustandes, in dem sie auch noch zwei Junge zur Welt brachte, sehr schnell wieder erholte und zu alter Stärke und Kraft zurück fand. Sie ist ein schönes Symbol dafür, wofür sich die Stiftung Melief stark macht. Nach einem schönen Leben bei Melief, zusammen mit ihren Kindern, ist sie umringt von Liebe und Fürsorge viele Jahre später gestorben.

Die Stiftung hat zum Ziel, verwahrlosten, misshandelten oder mit dem Tod bedrohten Tieren ein schönes und dauerhaftes zu Hause zu bieten. Sie können auf dem Gnadenhof Melief in aller Ruhe alt werden. Tiere, die keine Chance haben in einem Tierheim unterzukommen, oder Tiere, die mit Sicherheit nie wieder aus einem Tierheim herauskommen, haben dank Stichting Melief die Sicherheit eines unbekümmerten Lebens.

Inzwischen gibt es in unserem Auffang nicht nur eine große Anzahl, sondern auch eine große Vielfalt an Tieren. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, die meisten davon Hähne, aber auch Enten, Gänse, Schwäne, Ziegen, Schafe, Rinder, Hängebauchschweine und Schweine, Ponys, Esel, Volierenvögel und Tauben. Alle haben ihre eigene, meist sehr traurige Geschichte. Oft erholen sie sich wieder, aber regelmäßig haben wir auch Tiere, die in ihrem vorherigen Leben so verwahrlost waren, dass sie sich von diesem Zustand nicht mehr richtig erholen können. Verschleppte Krankheiten können nämlich einen großen Schaden anrichten. Doch mit persönlicher Betreuung und der notwendigen medizinischen Versorgung erholen sich die Tiere oft wieder, und ihr Gesundheitszustand verbessert sich.

Die Stiftung bekam im September 2005 die Nachricht, dass das damalige Gelände der Stiftung in den Niederlanden geschlossen werden sollte, da es für eine andere Verwendung vorgesehen war. Angesichts der finanziellen Lage war es unmöglich, in den Niederlanden ein anderes Gelände zu finden; so beschloss man, das Abenteuer einzugehen, einen großen Bauernhof mit Ställen und Land im deutschen Sögel zu erwerben. Im Oktober 2006 kauften die Gründer dieses Gelände aus privaten Mitteln, um die Zukunft der Tiere sicher zu stellen. Die Versorgung der Tiere konnte danach finanziert werden, aber ein Vermögen gibt es nicht. Der Bauernhof mit insgesamt fast 4 Hektar Grund hatte bereits zwei Jahre lang leer gestanden und hatte davor jahrelang zur Zucht von Schweinen und Stieren gedient. Mit einer kleinen Gruppe freiwilliger Helfer wurde damals hart daran gearbeitet, die Ställe für unsere damals noch 500 Tiere bewohnbar zu machen. Und so wurde aus einem Ort, an dem einst viel Tierleid verursacht wurde, ein Paradies für Tiere.

Auf dem Schild an der Straße steht: Gnadenhof Melief. Dieses Schild zeigt an, daß der Bauernhof ein Gnadenbauernhof für Tiere ist.

Um den Auffang für unsere inzwischen ca. 1.250 Tiere zu verbessern, wurden in den letzten Jahren viele Projekte realisiert. Das Dach der Ställe, die an das Wohnhaus grenzen, wurde erneuert; wir haben Quarantäneställe gebaut, ein Brunnen wurde gebohrt, um die hohen Wasserkosten zu drücken und an vielen Stellen Wasserhähne installieren zu können. Dadurch wird viel Wassertragen vermieden, und die Arbeit kann schneller und einfacher erledigt werden. Außerdem wurde die Isolierung verbessert, es wurden neue Kabel installiert und ein Misthaufen errichtet. In den letzten 3 Jahren wurden zwei weitere große Projekte realisiert, nämlich ein kompletter Umbau des Katzenhauses mit einer dazugehörenden Quarantänestation und Waschküche, sowie eine völlig neue Voliere.

Aber in einer Auffangstation wie Melief müssen immer wieder nicht nur Wartungsarbeiten, sondern auch Erneuerungen und Verbesserungen realisiert werden, um unseren Tieren ein optimales Leben zu bieten und damit gleichzeitig die Arbeit, die wir für so viele verschiedene Tiere leisten, einfacher zu machen.

Einige der Projekte, die noch auf der Warteliste stehen, sind der Bodenbelag auf den Wegen im Hof, die Erneuerung des Taubenschlags, und als allererstes die vollständige Renovierung des Wasservogelteiches, die sehr dringend notwendig, aber leider auch sehr kostspielig ist. So versucht die Stiftung Schritt für Schritt, die Arbeits- und Lebensbedingungen für alle zu verbessern.

Die Organisation der Stiftung und das Tagesgeschäft werden noch immer durch dieselben beiden Personen getragen: Lothar Vermeulen und Marc Winters. Beide tun dies in mehr als Vollzeit. Seit einigen Jahren werden sie bei den täglichen Arbeiten unterstützt durch einen Teilzeit-Tierpfleger und zwei Tierpfleger in Ausbildung, die ihr Praktikum im Gnadenhof ableisten. Sowohl Lothar als auch Marc haben hierfür die notwendigen Ausbilderdiplome erworben. Das war notwendig, weil in Deutschland sehr schwierig freiwillige Helfer gefunden werden konnten. Zum Glück gibt es noch eine Gruppe niederländische freiwillige Helfer, die von Zeit zu Zeit anreist, um handwerkliche Arbeiten durchzuführen und damit die Wartungskosten gering zu halten. Außerdem gibt es einzelne große Tierfreunde, die periodisch für einige Tage die Leitung des Hofes übernehmen können und wollen, so dass Marc und Lothar auch einmal verreisen können. Diese Tierfreunde sind von Marc und Lothar angeleitet, denn die Leitung eines solch großen Gnadenhofes ist natürlich mit viel Verantwortung verbunden.

Außer Marc und Lothar gibt es noch fünf weitere Leitungsmitglieder, die außer Fragen der Leitung auch tägliche Arbeiten verrichten, wie zum Beispiel Kommunikation und Spendenwerbung (worunter auch die Repräsentation von Melief auf Börsen und anderen Veranstaltungen zählt), der Unterhalt der Website und der sozialen Medien, die finanzielle Verwaltung und die Spenderadministration. Dies geschieht alles auf freiwilliger Basis, ohne jegliche finanzielle Vergütung.

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