Boris

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Am 15. Dezember 2014 nahm das Ordnungsamt der Stadt Papenburg per e-mail Kontakt mit uns auf. Bereits seit einiger Zeit waren zwei Minischweine am Stadtrand gesichtet worden, und diese beiden waren nun gefangen worden. Sie waren zeitweise bei einem Bauern untergebracht. Aber der Bauer war ein Schweinebauer und wollte die beiden Minischweine so schnell wie möglich wieder los werden, noch vor Ende des Tages. Zum Glück gab es noch eine Zwischenlösung, wie wir in einem Gespräch mit dem verantwortlichen Beamten in Papenburg erfuhren: Die Schweinchen konnten bei anderen Menschen unterkommen, bis man für sie eine andere Bleibe gefunden hatte. Dadurch standen wir nicht mehr unter Druck, die beiden waren vorläufig nicht mehr in einer Notsituation.

Anfang Januar 2015 nahm man wieder Kontakt mit uns auf. Dieses Mal war es die Gattin des Bürgermeisters von Neulehe, einem Dorf etwa 10 km südlich von Papenburg. Sie hatte bereits tagelang versucht, eine Unterkunft für zwei Minischweine zu finden, die sie zusammen mit ihrem Mann gefangen hatte, weil sie durch das ländliche Gebiet stromerten. Es stellte sich heraus, dass es sich um dieselben beiden Schweinchen aus Papenburg handelte. Sie waren aus ihrer vorübergehenden Unterkunft entwischt und hatten die Gemeindegrenzen von Papenburg verlassen, wodurch sie nicht mehr in den Verantwortungsbereich der Stadt fielen. Sie waren kurz vor Weihnachten bei Neulehe aufgetaucht und wurden durch den Bürgermeister und seine Frau eingefangen. Aber ihre neue Unterkunft war nur vorübergehend, und ein gutes neues Zuhause war nicht so einfach zu finden. Am Tag bevor uns die Frau des Bürgermeisters anrief, hatten sie die beiden noch bei jemand untergebracht, der sich angeboten hatte, sie aufzunehmen. Aber das sollte nur von kurzer Dauer sein, da der Mann sie scheinbar schlachten wollte. Darum wurden sie abermals in den Pferdeanhänger geladen, denn so hatte die Frau des Bürgermeisters es sich doch nicht vorgestellt, und wieder kamen sie in einem anderen Stall vorübergehend unter…

Nach kurzer interner Besprechung beschlossen wir, die beiden Herren aufzunehmen, um dem Gezerre ein Ende zu machen. Wir wissen, dass es nahezu unmöglich ist, hier auf dem Land eine Unterkunft zu finden für Tiere, die nur Geld kosten. Darum haben wir sie von ihrer letzten vorübergehenden Bleibe abgeholt und haben sie nach Gnadenhof Melief gebracht, wo sie für immer bleiben dürfen. Der Tierarzt konstatierte, dass beide nicht kastriert waren, und übernahm das sogleich. Inzwischen haben sich Binky (kleiner und dunkler) und Boris bereits gut im großen Stall eingelebt. Zwischen Ziegen, Schafen, Ponys, und den übrigen Minischweinen haben sie ihre Ruhe gefunden und haben es wunderbar nach ihrem Sinn!

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